Die ersten 6 Monate

Von Blutkrebs, Paul und Bali.

Manchmal beginnt eine Reise dort, wo sie zu Ende scheint. Silke hat im März 2018 die Diagnose Leukämie bekommen. Genau zu der Zeit, in der sie sich entschlossen hat, ihre Fähigkeit als Medium für Jenseitskontakte jedem zugänglich zu machen. Wenn die Auseinandersetzung mit dem Tod plötzlich so viele Seiten hat, kann man verzweifeln, verrückt werden oder verstummen. Oder man macht es wie Silke: Packt seine Koffer, seine Wut und seinen Mut. Dann geht man nach Bali und sagt seinem Krebs: „Du gehst und ich bleibe“. Hier fangen wir an. Mit den ersten 6 Monaten und mit Blutkrebs, Paul und Bali. Und Dich nehmen wir gerne mit.

 

Was Silke sagt:

„Hallo, hier ist Silke. Schön, dass du da bist. Und schön, dass du bleibst.

Hier möchte ich euch beschreiben, wie mein Weg seit März für mich war und ist, seit ich die Diagnose Krebs bekommen habe – und zwar ein Krebs, der sich zum Ziel gesetzt hat, mich nicht zu verlassen. Denn die Art von Krebs bzw. Leukämie “LPL” ist eine Erkrankung, die nicht heilbar ist, sondern die man nur versuchen kann, in Schach zu halten. Wenn ich euch jetzt sage, dass ich mir zum Ziel gesetzt habe, dass sie doch geht – dann könnt ihr mir das glauben. Und das soll auch diese Reise beschreiben, die ihr mit mir ab sofort gemeinsam gehen könnt. Und ich hoffe auch, geht.

Ich beginne einfach mal damit, dass ich letztes Jahr im August nach einem Workshop, der sich um Medialität gedreht hat, gehört habe, dass danach ein Mann kommt, der über das Thema “Heilung auf Bali” und vor allem über seine eigenen Heilung auf Bali berichten wird – Paul Schaffron. Ich blieb da und hörte ihm den ganzen Abend zu. Er hat sein eigenes Krebsleiden beschrieben: das er vor neun Jahren an Blasenkrebs erkrankt ist, sich beide Tumore an der Blase hat operieren lassen und danach nach Bali gegangen ist – ohne Chemo, ohne medizinische Versorgung – um sich dort heilen zu lassen. Das Ganze hat nicht viel länger als ein Jahr gedauert – dann war kein Krebs mehr sichtbar in seinem Blut und er ist bis heute auch nie wieder gekommen…  Klicke auf den kleinen Pfeil, um weiterzulesen      

Paul fliegt auch regelmäßig alle halbe Jahre nach Deutschland, um sich seinen Check-ups zu unterziehen und um auch Sicherheit für sich zu haben. Auch wenn er sie in sich trägt – trotzdem ist es einfach wichtig, die Medizin hier nicht außen vor zu lassen, das sollte man nie tun. Auch wenn man diesen Weg geht, den auch ich gehe oder den auch Paul gegangen ist, ist es sehr wichtig, sich medizinisch immer wieder untersuchen zu lassen und auch einfach zu schauen, was medizinisch möglich ist. Das ist für mich – um das auch vorneweg klar zu sagen – ganz wichtig. In meinem Fall gibt es einfach medizinisch nicht viele Antworten. Außer, dass man die Symptome versucht zu bekämpfen, aber das eigentliche Problem kann man bis heute nicht bekämpfen. Deswegen habe ich für mich den Weg auf Bali gewählt.

Nachdem ich dann Paul letztes Jahr kennengelernt habe und ich noch frohen Mutes dachte: “Wenn ich mal jemanden kennenlerne, der Krebs hat, dem werde ich Paul weiterempfehlen.”, dauerte es nicht mehr lang. Nur knapp ein halbes Jahr später hatte ich die Diagnose. Ich bin dann auch alle medizinischen Untersuchungen durchgegangen – mit Knochenmarkspunktion und CT – um dann von meinen Professoren die Therapieform “watch and wait” vorgeschlagen zu bekommen. Das gab mir dann die Möglichkeit, innerhalb von kürzester Zeit meine Sachen zu packen und nach Bali zu fliegen. Paul hatte sich dort mittlerweile schon informiert über meine Erkrankung und meine Ernährung wurde innerhalb von Stunden umgestellt. Auf die Ernährung gehe ich dann nochmal zu einem anderen Zeitpunkt ein. Auf jeden Fall gab es von heute auf morgen kein Fleisch, kein Fisch und so gut wie keinerlei Milchprodukte mehr – außer Hüttenkäse. Aber dafür unglaublich viel Obst und Gemüse. Ich schreib euch später mal auf, was alles für mich auf dem Speiseplan stand.

Ich bin dann nach Bali geflogen, dort angekommen und habe von Anfang an eine unglaubliche Liebe von den Menschen dort erfahren, die zum Teil auch schon wussten, dass ich erkrankt bin. Das war das, was meiner Seele am besten getan hat – das muss ich ganz klar sagen. Die Liebe der Menschen, die Energie auf Bali und immer wieder daran erinnert werden, erst einmal in Balance zu kommen. Ich werde euch zu einem späteren Zeitpunkt die einzelnen Heiler auch noch einmal vorstellen.

Bis hierhin reicht es auch erst einmal – ihr wisst, was passiert ist und warum und wie ich nach Bali gekommen bin. So war mein Weg nach Bali bis jetzt. Und ich werde euch in den nächsten Wochen stückweise immer mehr erklären. Welcher Heiler welche Aufgabe hat, welches ayurvedische Mittel für welche Unterstützung in meinem Körper sorgt und was das alles mit mir gemacht hat. So, dass ich nach drei Monaten zum Check-up – nur zum Check-up – nach Hause kam, und meine Ärzte mit mir und meinen Blutwerten so zufrieden waren. Das war schon das erste kleine Wunder – nicht nur für mich.

Jetzt wünsche ich euch allen einen wunderschönen Tag – vielen, vielen Dank, dass Ihr bei mir seid und ich freue mich, dass ihr bleibt. Bis dahin, Eure Silke“ 

 

 

Meine Stimme hat keinen schwarzen Trauerrand:

Hier kommentiert Jörg.

 

Wie ist es, jemanden zu kennen, der die Fähigkeit hat, mediale Botschaften von Verstorbenen zu empfangen? Wie ist es, jemanden zu kennen, der unheilbar an Leukämie erkrankt ist? Wie ist es, wenn das die gleiche Person ist? Darüber werde ich hier schreiben: Ein Freund von Silke. Und Du musst Dich daran gewöhnen, dass das nicht klingen wird wie seichte Beileidskärtchen mit schwarzem Trauerrand. Lustig wird es nicht, aber wir werden Dich zum Lächeln bringen. Wir werden Dir die Augen öffnen und die Tür zur anderen Welt. Klingt nach esoterischem blabla und Räucherstäbchen? Ganz falsch. Heute stelle ich Dir die Hauptdarsteller vor:

 

Silke:

Silke ist eine Geschäftsfrau. Keine wallenden Batikkleidchen, keine Handyhülle mit schamanischem Motiv, läuft auch nicht barfuß durch die Innenstadt. Silke ist eine moderne Frau, 48, schön, und hat unheilbar Leukämie. Vor 10 Jahren hat sie ihren schwerstbehinderten Sohn verloren, den sie genauso liebt wie ihre anderen beiden Kinder.

Seit sie ein Kind ist, wusste sie, dass sie etwas kann, was andere eben nicht können: Das Jenseits verstehen. Lange hat sie das nicht gewollt. Sie glaubt, sie hat Leukämie, weil das ihr Weg ist. Sie wird dazu noch Sätze sagen, die Du schwer verdauen kannst. Und die trotzdem schön sind. Neben ihrer Heilung auf Bali kümmert sich Silke um ihre Firma, um ihren Mann Matthias, um ihre Kinder, um alles Mögliche und um ein erstes eigenes Buch. Und all das kümmert sich wiederum auch um sie.

 

Leukämie:

Silke hat eine besonders gemeine Form von Leukämie: LPL, mit ganzem Namen Lymphoplasmozytisches Lymphom oder auch Morbus Waldenström. Man kann es aber auch „Arschloch“ nennen, wie ich. Oder „meine Freundin LPL“, wie Silke. Oder „ein bissiger Hund, der jederzeit tödlich zubeißen kann“, wie ihr Mann. Oder „Mama, das ist so unendlich gemein“, wie ihre weinende Tochter. Fest steht, LPL gilt als unheilbar. Der Verlauf ist langsam und chronisch. Das werden wir allerdings anders sehen. Denn es geht auf Bali darum, den Hund in Schach zu halten. Mindestens. Aber eigentlich geht es darum, ihn zu vertreiben.

 

Die geistige Welt:

Was wir bisher mit Sicherheit sagen können ist, dass das Jenseits oben ist. Du musst Dich also von Omas Vorstellung vom „in den Himmel kommen“ erst einmal nicht verabschieden. Silke hat auch berichtet, dass diese „andere Welt“ grundgut ist. Du kannst Dir auch sicher sein, dass Du dort ein „Team“ hast, das Dich auf Deinem Weg hier in „dieser Welt“ begleitet. Wir werden noch über die ganzen Gänsefüßchen und Anführungszeichen sprechen. Auf Silkes Reise werden wir aber in jedem Falle einigen begegnen, für die die geistige Welt das Normalste überhaupt ist. Ganz anders als für Dich und mich. Aber wir werden uns annähern. Versprochen. Bring einfach ein bisschen Vertrauen mit. Auch versprochen?

 

Nächste Woche mehr. Dann ist Silke wieder auf Bali. Und wir lernen den Stöckchenmann kennen. Also folge uns.